Insektenrückgang und Bienensterben

Insektenrückgang und Bienensterben

Eine internationale Studie in 63 verschiedenen Naturschutzgebieten zum Insektensterben verzeichnete 2017 einen durchschnittlich Rückgang der Biomasse im den Untersuchungsgebieten seit 1989 um 76 Prozent. Das Insektensterben hat einen direkten negativen Einfluß auf Vögel, da es ihnen ihre Nahrungsgrundlage entzieht. Achtzig Prozent der in Deutschland vorkommenden 248 Vogelarten ernähren sich aus tierischem Quellen wie Insekten. Wenn Insekten verschwinden sterben im Ökosystem auch bestimmte Pflanzen, die nur von diesen Insekten bestäubt werden.

Lichtverschmutzung

Unter Lichtverschmutzung leiden Mensch und Tier, da der natürliche Tag- und Nachtrhythmus (Biorhythmus) bei allen Lebewesen gestört wird. Es gibt in Deutschland nur noch wenige dunkle Orte.

Insektensterben wird auch durch Lichtverschmutzung verursacht. Besonders Licht mit einem hohen Blauanteil wie bei künstlichem Licht lockt Insekten an, die an den Lichtern sterben. Viele Insekten verbrennen an den Lichtkörpern oder sterben vor Erschöpfung durch das Umkreisen der künstlichen Lichtquelle. Neunzig Prozent der Schmetterlingsarten in Europa sind nachtaktiv und besonders durch die unnatürlichen Lichtquellen bedroht. Die modernen in der EU vorgeschriebenen effizienten LED-Lichter mit 4000 Calvin und ihrem extrem hellen grau-weißem Licht sparen Energie, aber leider wird durch die Energieeffizienz noch mehr Licht und nicht weniger Licht eingesetzt im privaten wie im gewerblichen Bereich. Werbetafeln, die besonders Nachts, lichtintensiv leuchten breiten sich immer mehr aus, auch Sportplätze sind oft sehr beleuchtungsintensiv bestrahlt.