weitere Themen der Verhaltensberatung

Wir beraten Sie gerne bei einer geplanten Zusammenführung von Hund und Katze oder einer nicht gelungenen derselben. Wir kooperieren in solchen Fällen oft mit gewaltfrei-arbeitenden Hundetrainern zusammen.

Dank dem verbesserten Wissen über artgerechte Katzenhaltung und Fortschritten in der Tiermedizin können auch unsere Hauskatzen immer älter werden. Mit zehn Jahren werden Katzen veterinärmedizinisch als Senioren angesehen und regelmässige geriatrische Untersuchungen sind empfehlenswert, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Das biologische Höchstalter für Katzen wird in der Literatur mit 14-15 Jahren angegeben, aber ich treffe immer wieder auf Katzen, die das Zwanzigste Lebensalter zuweilen weit überschritten haben. Die älteste im Guniness Buch der Rekorde aufgeführte amerikanische Kurzhaarkatze "Creme Puff" verstarb mit 38 Jahren. "Creme Puff" war am 3.8.1967 geboren und verstarb am 6.8.2005. Der englische EKH-Fundkater "Nutmeg" wurde 32 Jahre alt und verstarb 2017.

Ältere und alte Katzen entwickeln zuweilen Verhaltensprobleme, die gesondert oder in Kombination mit gesundheitlichen Problemen auftreten können. Dazu gehören u.a. Hypervokalisieren (besonders Nachts), Unruhe, Trennungsängste und andere Angststörungen. Gerne beraten wir Sie zur artgerechten Haltung Ihrer alten Katze und arbeiten gerne eng mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens zusammen.

16-jähriger Kater Linus
© B. Dexel

Babys und Kinder stellen eine Herausforderung für Katzen dar insbesondere wenn sie noch nie mit Kindern Kontakt hatten. Einige Katzen gewöhnen sich schnell an das neue Leben mit einem Baby im Haus, andere haben große Anpassungsprobleme und entwickeln Verhaltensprobleme wie Unsauberkeit oder Harnmarkieren oder auch Angststörungen. Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um das Thema Katzenhaltung und Kinder. In Absprache mit Pädagogen haben wir Ideen zur kindgerechten Heranführung an Katzen entwickelt.

Kater Fussel im Kinderbett
© B. Dexel

Eine Schwangerschaft ist kein Grund eine Katze abzugeben, aber es ist wichtig Katzen frühzeitig am besten schon während der Schwangerschaft auf die Ankunft des neuen Erdenbürgers vorzubereiten, um dem möglichen Auftreten von Verhaltensprobleme vorzubeugen. Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um die Themen Katzen, Schwangerschaft und Kinder.

Toxoplamaose und Schwangerschaft

Leider gibt es viel Desinformation zum Thema Gefährdung des Babys durch Katzen aufgrund von Toxoplasmose. Wir haben dieses Thema eingehend mit diversen Tierärzten und Humanmedizinern diskutiert und möchten hier mit einigen Mythen aufräumen, damit Katzen ihr Zuhause behalten können.

Nur wenn zwei Umstände zusammenkommen muss eine schwangere Katzenhalterin spezielle Massnahmen in Bezug auf die Reinigung der Katzenklos treffen. Zum einen muss ihre Katze Trägerin von Toxoplasma gondii sein und zum zweiten konnten bei der Schwangeren keine Antikörper nachgewiesen werden. Diese Kombination trifft nur auf wenige Katzenhalterinnen zu. Nur in diesem Fall sollte jemand anders in der Zeit der Gravidität das Katzenklo mehrmals täglich reinigen.

Toxoplasma gondii gilt als einer der weltweit am häufigsten vorkommenden Parasiten. Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge trägt in Deutschland JEDER Zweite Mensch Toxoplasma gondii Antikörper, sprich er hat sich irgendwann in seinem Leben damit identifiziert, meist ohne die Infektion zu registrieren. Dies bedeutet, dass eine 50% Wahrscheinlichkeit besteht mit dem erreger infiziert zu sein. Ist eine Frau jedoch schwanger und infiziert sich zum ERSTEN MAL in der Schwangerschaft mit dem Erreger, dann, und nur dann, kann das Ungeborene bleibende Schäden davontragen. Können bei einer Frau schon VOR der Schwangerschaft Toxoplasma gondii Antikörper im Blut nachgewiesen werden, dann besteht keine Gefahr für das Ungeborene. Aber auch wenn sich die Frau während der Schwangerschaft erstmals mit dem Toxoplasmose-Erreger in Kontakt kommt  bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass der Fötus im Mutterleib gesundheitlichen Schaden nimmt, denn Toxoplasma gondii wird nur in relativ wenigen Fällen auf den Fötus übertragen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Hauptinfektionsquellen u.a rohes Fleisch sind wäre sonst auch mit einer viel höheren Zahl von betroffenen Frauen zu rechnen.

Tip Der Gynäkologe kann durch einen Bluttest schnell feststellen, ob eine Schwangere Toxoplasma gondii Antikörper in sich trägt..

Infektionsquellen für Toxoplasmose

Die größte Gefahr für Frauen in anderen Umständen ist das Hantieren mit rohem Fleisch und Gartenarbeit sowie das Essen von nicht richtig gewaschenen Gemüse. Dies bedeutet nach jedem Kontakt mit diesen Substanzen müssen die Hände desinfiziert werden, wenn die Frau über keine Toxoplasma gondii Antikörper verfügt.

Katzen und Toxoplasmose

Katzen können Träger von Toxoplasma gondii sein, aber zum einen ist nicht jede Katze Träger und zum anderen findet sich der Erreger erst in mindestens zwei Tage altem Katzenkot, da der Erreger 48 Stunden zur Reifung benötigt. Hinterlassenschaften im Katzenklo sollten in jedem Katzenhaushalt mindestens zweimal täglich, wenn möglich öfter, gründlich entfernt werden. Unsaubere Katzenklos und schlechtes Katzenklomangement stellen eine Qual für Katzen dar und führen häufig zu Unsauberkeit.

Tip Tipp für Schwangere Katzenhalterinnen: Bitten Sie Ihren Tierarzt Ihre Katze auf Toxoplasmose zu untersuchen..

Katzen können ganz Bindungen und freundschaftliche Bande zu ihren Haltern und auch Artgenossen aufbauen. Stirbt der geliebte Mensch oder der Katzenfreund können Katzen intensiv und über einen längeren Zeitraum trauern. Wenn Katzen trauern können sie sich vermehrt zurückziehen, Appetit sowie Lust am Spielen und sonstiger Interaktion verlieren. Trauert eine Katze um eine andere Katze dann sollte auf keinen Fall zu früh eine neue Katze adoptiert werden. Auch bei Katzen kann im Falle eines Verlustes nicht irgendeine neue Katze den lieb gewonnenen Katerfreund, bzw. die liebgewonnene Katzenfreundin ersetzen.

 

Wir beraten Sie gerne, wie Sie Ihre Katze in der Trauerphase unterstützen können.

Katzen mit körperlichen Behinderungen und Beeinträchtigungen wie Taubheit, Erblindung, Verlust von Gliedmassen, Angststörungen, Ataxie oder Epilepsie entwickeln zuweilen Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensprobleme. So trifft man bei tauben Katzen oft Hypervokalisierungan und bei blinden Katzen Angststörungen.

auf beiden Augen erblindete Katze
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Katzen mit Ataxie können Probleme haben ihr Katzenklo zu benutzen und bei epileptischen Katzen treffen wir immer wieder auf Unsauberkeit, Angststörungen und Harnmarkieren.

Ataxiekater Finn mit Toilettengangproblemen
© B. Dexel