• Strassenkater freut sich über eine Schale Nassfutter

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  • Katzen suchen in Müllcontainern nach Fressbaren in Zypern

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  • Futterstelle "Cat Cafe" betrieben von CopsCats im Palm Beach Hotel, Larnaca

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  • Katzen an Futterstelle im Grecian Hotel in Ayia Napa, Zypern

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  • Katzen an futterstelle im Aphrodite Hills Golfresort, von Anwohnern finanziert

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  • Katze trinkt aus Schwimmigpool, Frischwasser ist rar

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  • Koloniekatzen an Futterstelle in Limassol von einer Deutschen betreut

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  • junges ausghungertes Kitten frisst Reste aus Futterschale

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  • gut genährte Katzen an Cops Cats Futterstelle in Larnaca

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  • Kitten frisst Nassfutter an Futterstelle in Limassol betreut von Einheimischen

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Errichten von Futterstellen

Futterstellen können Katzen in Zypern nicht nur das Überleben sichern, sie tragen dazu bei, dass Katzenkolonien vor Ort gesund und stabil gehalten werden können. In Zypern werden solche Futterstellen von Katzenschutzorganisationen, engagierten Privatleuten und manche auch von Hotels betrieben. Es gibt Futterstellen mit festen Futterhäuschen, solche mit improvisierten Schutzständen für das Futter und auch ganz offene Stellen, an denen nur Trockenfutter in Schalen hingestellt werden. Manche Futterstellen werden mehrmals täglich besucht, andere nur 2-3 Mal pro Woche. An Futterstellen, an denen die Katzen von denselben Personen regelmässig gefüttert werden ist die Überlebensrate der Katzen und die Wahrscheinlichkeit diese zum kastrieren einfangen zu können erhöht.

Viele Menschen sind der Ansicht, dass freilebende Katzen sich immer selbst mit Nahrung versorgen können, da sie ausgezeichnete Jäger sind. Diese Annahme führt auch dazu, dass es Katzenhalter gibt, die ihre Tiere ohne schlechtes Gewissen zum Beispiel im Wald aussehen, da sie ja problemlos aufgrund ihrer Jagdkünste überlebten. Katzen sind territoriale Tiere sowie Einzeljäger und besetzten ein eigenes Revier, in dem sie alleine auf Pirsch gehen und indem ausreichend Beutetiere vorhanden sein müssen, um sie zu ernähren. Katzen ernähren sich vornehmlich von kleinen Nagetieren, vor allem Mäusen und auch jungen Ratten. Gibt es nicht genügend bevorzugte Beutetiere er Güteklasse 1 sind sie zwar flexibel genug auch auf andere kleinere Arte wie Vögel, Eidechsen, Insekten auszuweichen, aber diese Ernährung hat Folgen, da sie nicht den optimalen ernährungsphysiologischen Bedürfnissen von Katzen entsprechen.

Katzen, die weder genügend Beutetiere erjagen können noch eine Futterstelle in ihrer Nähe haben, suchen oft Fressbares in Mülltonnen und ziehen so den Unmut von Anwohnern und Kommunalbehörden auf sich; nicht selten wird in Folge Gift ausgelegt, um die Katze zu töten.

Neben artgerechter Nahrung ist auch der ständige Zugang zu frischem Wasser ein großes Problem für Katzen auf der Insel. Aufgrund der teilweise sehr hohen Temperaturen und der schnellen Verderblichkeit von Nassfutter erhalten die Katzen vor allem Trockenfutter. Dies führt dazu, dass die Katzen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, den schon normale Wohnungskatzen bei Trockenfutterfütterung kaum gedeckt bekommen. Wohnungskatzen hingegen haben immer frisches Wasser zur Verfügung; freilebende Zypernkatzen müssen mühsam danach suchen. In ihrer Verzweiflung sieht man sie dann auch stark gechlortes Wasser aus den Swimmingpool der Hotelanlage trinken. Katzenschutzorganisationen ist diese Problematik bewusst und es wird versucht so oft wie möglich den Katzen auch Nassfutter anzubieten.

 

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