• Kirschlorbeer: giftig für Katzen und Menschen

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Kirschlorbeer

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus, Prunus lusitanica) - Immergrüne Lorbeerkirschen

Einordnung Toxizität:  stark giftig

Die Gattung Prunus, zu denen auch Wildkirschen, Zierkirschen und Kirschbäume zählen, gehört zu den Arten reichsten Gehölzgattungen der Welt.

Kirschlorbeer stammt dabei ursprünglich aus Südosteuropa, die Portugiesische Lorbeerkirsche, wie ihrem Namen zu entnehmen ist, aus Portugal und Spanien.
Kirschlorbeer, auch Lorbeerkirsche genannt, (Prunus laurocerasus) und die Portugiesische Lorbeerkirsche (Prunus lusitanica) mit ihren duftenden Blüten erfreuen sich als immergrüne Sträucher in den Wintermonaten oder als dauerhafter Sichtschutz in Form von Hecken großer Beliebtheit in Gärten und Parkanlagen.

Verwechslungsgefahr besteht mit dem Lorbeerblättrigen Seidelbast (Daphne laureola), der als sehr stark giftig einzuordnen ist, und somit noch toxischer als die Lorbeerkirschen.

Toxikologie - stark giftig

Kirschlorbeer und die Portugiesische Lorbeerkirsche sind für Menschen und Tiere stark giftig.
Dies gilt für die gesamten Pflanzen, wobei der Gehalt an Toxinen vor allem in den frischen Blättern, der Rinde und den Samen der Pflanzen besonders hoch ist.

Die enthaltenen Toxine sind die Glycoside Prunasin - nach der Gattung Prunus benannt - und Amygdalin. Glycoside werden im Magen in hochgiftige Blausäure umgewandelt.

Eine Vergiftung mit Lorbeerkirsche äußert sich meist mit Symptomen des Magen-Darm-Traktes, wie Übelkeit und Erbrechen.
Darüber hinaus kann beim Menschen eine Gesichtsrötung auftreten.
Das zentrale Nervensystem reagiert mit Kopfschmerz, Schwindel, verlangsamter Atmung bis hin zur Bewusstlosigkeit, Atemlähmung und Tod.

Kontaktallergien

Da alle Pflanzenteile der Lorbeerkirschen Toxine enthalten, sollte direkte Kontakt mit der Pflanze vermieden werden. Der Pflanzensaft führt nachweislich zu Hautreizungen.

Letale Dosis Mensch und Tier

Bei Erwachsenen führen zirka 50 verzehrte Kerne des Kirschlorbeers, bei Kindern bereits etwa 10 Stück, zum Tod durch Atem- bzw. Herzstillstand.
Die im Magen gebildete Blausäure wirkt in einem Gehalt von ein bis zwei Milligramm je Kilogramm Körpergewicht tödlich.

Entfernung der Pflanze

Lorbeerkirschen sollten nicht in Gärten mit Kindern, Hunden und Katzen oder anderen Kleintieren stehen.
Da alle Pflanzenteile Giftstoffe enthalten, empfiehlt es sich, beim Entfernen Handschuhe und langärmelige Kleidung zu tragen. Die Lorbeerkirsche sollte mitsamt ihrer Wurzeln entfernt werden.

Kirschlorbeer gehört nicht zu den heimischen Gehölzarten und seine Blüten und Beeren stellen keine Nahrungsgrundlage für Insekten oder die heimische Vogelwelt dar.
Darüber hinaus bereitet er als invasive Art Probleme in der freien Landschaft.
Er sollte daher als zu entfernende Einzelpflanze maximal Einzug in einen kinder- und haustierfreien Garten erhalten, besser noch fachgerecht entsorgt werden.

Quellennachweise Kirschlorbeer