Gefahren für Katzen im Haushalt

Auch langjährige und sehr erfahrene Katzenhalter unterschätzen die ernste Gefährdung, die von Kippfenstern für Katzen ausgeht. Veterinäre ist das  „Kippfenstersyndrom“ nur zu bekannt. Jährlich insbesondere im Frühjahr und Frühsommer erleiden viele Katzen schwere Verletzungen oder sterben gar einen sehr qualvollen und unnötigen Tod.

Neben gekippten Fenster sind ungesicherte Balkone eine große Gefahrenquelle. Auch wenn es jahrelang gut gegangen ist oder sie meinen, ihre Katze wäre zu alt, um auf die Brüstung zu springen, es passiert immer wieder, wie die Unfallstatistiken zeigen.

Alle Putzmittel die den Aufdruck „reizend“ oder „ätzend“ sowie „Unter Verschluss halten und nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahren“ tragen, gehören fest verschlossen außerhalb der Reichweite von Miezen aufbewahrt.

 

Was für uns Menschen wohlriechende und wellnessfördernd ist, kann für Katzen giftig und gefährlich sein. Alle synthetischen Chemie-Duftmixe aus Raumlufterfrischern und Duftölen, die Katzen einatmen oder Räucherstäbchen, die sie anknabbern könnten sollten in einem Haushalt zum Wohle der Katze nicht verwendet werden.

Das aus Austrlien stammende Teebaumöl eignet sich nicht für die Flohbekämpfung bei Katzen, auch wenn dieses oft propagiert wird. Die im Teebaumöl und vielen anderen ätherischen Ölen befindlichen Terpene und Phenole können von Katzen nicht verstoffwechselt werden.

Giftige Präparate aus der Humanmedizin für Katzen

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Regelung für die Verabreichung nicht-verschreibungspflichtiger Medikamente für Katzen durch den Tierhalter. Leider kommt es immer wieder vor, dass Katzenhalter ihre Tiere ohne Rücksprache mit ihrem Tierarzt selber medikamentieren und dabei schwere Gesundheitsprobleme auslösen können. Sehr viele Humanmedikamente können für Katzen umgewidmet werden, diese Umwidmung und die Dosierung sollte ausschließlich durch einen Tierarzt erfolgen.

Menschenessen ist für Katzen oftmals nicht nur ungenießbar, sondern kann sehr gefährlich sein. Verbotene Nahrungsmittel für Katzen sind Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Schokolade, Knoblauch, Zwiebeln, Bärlauch, Avocado, Weintrauben, Sultanninen und Rosinen, Macademianüsse und einige Konservierungsmittel.

Tabak und Rauchen gefährdet auch die Gesundheit von Katzen und kann die Lebenszeit unserer Stubentiger erheblich verkürzen. Katzenhalter sollten zum Wohle ihrer Fellnasen nicht Zuhause rauchen und ihren Tabak oder ihrer Zigaretten unzugänglich für Katzen aufbewahren. Am besten in luftdichtverschlossenen Behältnissen, denn der Geruch von Tabak kann empfindliche Katzennasen schonstören. Auch sollten Aschenbecher in Katzenhaushalten nicht herumstehen, auch nicht auf dem Balkon oder der Terrasse, wenn diese Bereiche für die Katze zugänglich sind. Zigarettenstummel müssen immer umgehend entsorgt werden. sollten

Beim Renovieren der vier Wände wird oft mit giftigen Substanzen wie Lacken, Farben. Lösungsmitteln etc. hantiert, die Katzen direkt und indirekt über Ausdünstungen schaden können.

Das früher als optimales Spielzeug für Katzen propagierte Wollknäuel kann für unsere Stubentiger eine große Gefahr darstellen. Katzen kauen auf der Wolle oder Fäden rum oder fressen sie.

Lametta, Engelshaar und Kerzen am Weihnachtsbaum - eine gefährliche Mischung für unsere Miezen

Plastiktüten sollten in einem Katzenhaushalt nicht offen herumliegen, da Katzen ihren Kopf reinstecken und ersticken könnten. Bei Papiertüten immer die Henkel abschneiden.

Katzenpfoten nehmen Hitze später als unangenehm und gefährlich wahr als Menschen. Deswegen sind noch heiße Herdplatten besonders gefährlich für unsere Katzen, da sie sich schwere Verbrennungen zufügen können. Generell sollten Katzenfrüh lernen, dass bestimmte Haushaltsgegenstände und Geräte tabu sind.

Waschmaschine und Wäschetrockner: Katzen den Zugang versperren

Herumliegende Glasscherben, Bruchglas: Katzen können hereintreten und sich den feinen Glasstaub von den Pfoten lecken

Zimmertüren immer sichern